Vielen Dank für die Blumen

Über uns abschiedsara

Beitrag vom 10. Mai 2017 | von Marius Schöndienst

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Warmer Abschied im Schneeregen

Gut beschützt, in einem bis an den Rand gefüllten Jugendwerkszelt, wurde am 1. Mai Feiertag auf dem Kraftstein die leitende Jugendreferentin des Evangelischen Jugendwerks, Sara Prinz, verabschiedet. Viele freundliche und warme Worte, gesprochen oder gesungen, wie von den Mitarbeitenden des Jugendwerks (s.Bild), sollten es der scheidenden Powerfrau mit ihrem unverkennbar herzhaften Lachen nicht leichtmachen. Dekan Berghaus entpflichtete die Mitarbeiterin im Rahmen des feierlichen Zeltgottesdienstes. Seht die Blumen, rief Jugendpfarrerin Philine Blum in Anlehnung an die Bergpredigt Jesus der Gemeinde zu um darauf hinzuweisen, was in vier Jahren aufgeblüht ist und was aufgebaut wurde. Die Blüte bleibt, trotz der Scherben die angesichts einer solchen Veränderung zurückbleiben. Passend zum biblischen Bild wurden die tatsächlichen Scherben eines zerbrochenen Blumentopfs zusammengekehrt, während die Blume selbst einen neuen Übertopf bekam. Beim anschließenden Sektempfang moderierte Stefan Storz als Vorsitzender des Leitungskreises die Grußworte, nachdem Sara Prinz davor ihren Dank an Bernd Krautter ausgesprochen hatte, der mehrere Jahre die Finanzen des Jugendwerks geordnet und verwaltet hatte und an Till Haendle der über mehrere Jahre hinweg das Jungscharlager in den Sommerferien geleitet hat.

 

Sara:

„Selbst Schuld!“ mit diesen Worten wurde ich am 1. Mai offiziell verabschiedet. Ja – stimmt, selber Schuld wenn man freiwillig zu einer neuen Stelle wechselt. Es ging nun schneller als erwartet. Nach vier Jahren verlasse ich das Tuttlinger Jugendwerk, um eine besondere neue Stelle, als Referentin für Kirche und Diakonie in der Stiftung Lichtenstern in Löwenstein bei Heilbronn anzutreten.

Vier Jahre in denen doch einiges passiert ist im Jugendwerk. Ein neues Schulungsprogramm wurde entwickelt, neue Strukturen angelegt, Beziehungen gemeinsam gelebt. Und besonders der letzte Punkt macht es mir dann doch schwer, hier wieder weg zu gehen. Die Beziehungen zu den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war hier im Jugendwerk doch was ganz Besonderes. Das Vertrauen das mir entgegengebracht wurde, Teil vom Leben der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sein, das hat meine Arbeit hier zu einem sehr bereichernden Teil meines eigenen Lebens werden lassen. Beziehungen kann man nicht erzwingen, sie wachsen oder eben auch nicht und das so viele Beziehungen hier entstanden sind dafür bin ich dankbar. Das EJT ist ein ganz besonderer Platz in dem sich vor allem junge Menschen einbringen und hier ein Stück Lebenserfahrung sammeln der hoffentlich ihr Leben bereichert und sie zu starken Persönlichkeiten wachsen lässt. Ich habe nur ein kleines Stück dazu beigetragen und bei vielen interessiert es mich natürlich brennend was aus Ihnen wird – aber das liegt nun nicht mehr bei mir. Manche werde ich sicher wiedersehen, andere muss ich ziehen lassen und Gott weiß was aus Ihnen wird. Das ist Teil meiner Arbeit und nun im Weggehen von hier, wird das natürlich noch viel sichtbarer.

In Lichtenstern warten andere Menschen auf mich, die mir hoffentlich auch wieder das Vertrauen entgegenbringen, und mich einladen Beziehungen einzugehen. Es sind Menschen mit einer geistigen Behinderung, mit denen ich in Zukunft hauptsächlich arbeiten werde. Back to the roots – als gelernte Heilerziehungspflegerin freue ich mich darauf zu meinen Wurzeln wieder zurück zu kehren, in einer anderen Rolle, mit anderen Erfahrungen.

Ich bin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankbar, für Ihre Unterstützung und für Ihr Engagement das sie mir entgegengebracht haben. Ich wünsche allen – Gottes Segen für Ihre Aufgaben und Verantwortungen die sie übernommen haben.

Eure Sara Prinz / Jugendreferentin / Diakonin

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